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Apotheose von Danzig

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Apotheose von Danzig
Apotheose von Danzig
Fot. www.gdansk.pl

Einer der schönsten Räume der europäischen Rathäuser - der stattliche Große Saal des Rates. Die intensive rote Farbe des Stoffes und der Reichtum der Inneneinrichtung. Der Höhepunkt des künstlerischen Ausdrucks ist die Decke mit 25 Bildern von Izaak van den Blocke. Das mittig platzierte, wichtigste Gemälde mit einer mehrdimensionalen Überlieferung, erzählt zur gleichen Zeit mehrere Geschichten von einer mächtigen Stadt: „Apotheose von Danzig”. Unter der Vielzahl von Bildern der damaligen Stadt befindet sich eines, auf dem ein bekanntes und heute von den Touristen sowie den Einwohnern geliebtes Objekt verkündet wird, welches zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Bildes nicht existierte. Vielleicht haben der Bruder des Künstlers, Abraham, der einen erheblichen Einfluss auf die Form des Neptunbrunnens hatte, und Peter Husen - Autor des Brunnens, der den Gott der Meere darstellt, ihm ihre Ideen verraten...

Die Familie van den Blocke, die aus Flandern stammte, ließ sich in Danzig nieder und leistete einen signifikanten Beitrag zur Kultur der Stadt. Sowohl der Bildhauer Wilhelm van den Blocke wie auch seine drei herausragenden Söhne: der Architekt und Bildhauer Abraham, die Maler Izaak und Jacob, hinterließen einzigartige Werke, die bis heute der Stolz von Danzig sind. Izaak wurde als Maler von Bildern berühmt, die die Größe und den Reichtum der Stadt zeigen und die an der Decke des wichtigsten Raums im Rechtstädtischen Rathaus, im sogenannten Roten Saal, einen Platz fanden. Er zeigte darin das einzigartige Programm des Stadtrates, das an die altertümliche und biblische Geschichte anknüpfte, sowie die Pflichten des Stadtrates gegenüber der Stadt Danzig. Die „Apotheose von Danzig“, das Zentrum seiner Erzählung stellt Danzig als ideale, auserwählte Stadt dar, die sich unter besonderem Schutz Gottes befindet...

Rechtstädtisches Rathaus

Rechtstädtisches Rathaus
Rechtstädtisches Rathaus
Fot. Gdańska Organizacja Turystyczna

Das im Mittelalter im gotischen Stil errichtete Rathaus, dessen Bau über ein Jahrhundert dauerte, wurde nach einem Brand in der Mitte des 16. Jahrhunderts im Stil der Renaissance umgebaut. Das Bauwerk krönt eine lebensgroße, vergoldete Statue von König Sigismund II. August. Prachtvolle Innenräume im Stil des niederländischen Manierismus: der große Saal des Rates, der Kleine Saal des Rates, genannt Wintersaal und der Weiße Saal zeugen von der Macht des damaligen Danzig und dessen Rolle in Europa.  Die in einer der Ecken befindliche charakteristische Sonnenuhr erinnert an den unerbittlichen Lauf der Zeit mit dem lateinischen Motto: „Schatten sind unsere Tage“.  Dieses beeindruckendste weltliche Bauwerk in Danzig wurde im 16. Jahrhundert mit einem wunderbaren Glockenspiel aufgewertet.  Heute ist das Rechtstädtische Rathaus für die Replik der wunderbaren 37 Konzertglocken berühmt. Danzig ist die einzige Stadt in Polen, die sich mit dem Besitz von gleich zwei Carillonen rühmen kann (das zweite Glockenspiel befindet sich im Turm der Kirche St. Katharina).  Von der Aussichtsplattform aus kann man das wunderschöne Stadtpanorama bei der Musik der jede Stunde erklingenden Glocken bewundern.