Woraus besteht Bernstein?

Bernstein, Succinit, Gold der Ostsee, Baltischer Stein, Tränen der Sonne, Electrum. Viele Namen für das fossile Harz.

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Vor über 45 Millionen Jahren floss das Harz aus einem verletzten oder abgebrochenen Stamm oder Ast eines Baumes. Genauso, wie wir es auch heute beobachten können. Es bildete Ablagerungen, Tropfen und „Zapfen”. Häufig sammelte es sich auch unter der Baumrinde und sorgte so für interessante Formen. So wartete es zig Millionen Jahre darauf, entdeckt und bewundert zu werden.

Genauer gesagt, ist Bernstein fossiles Harz, das von Nadelbäumen und (seltener) von Laubbäumen aus der Gruppe der Schmetterlingsblütenartigen stammt. Allerdings besteht noch keine Einigkeit darüber und wurde noch nicht eindeutig bestimmt, welcher Art die Bäume waren, die das Harz für den Baltischen Bernstein lieferten.

Gabriela Gierlowska* (Bernstein-Expertin und Bernsteinschleiferin des Jahres 2013) schrieb zur Charakteristik des Bernsteins, dass er ständigen Veränderungen wie dem Prozess der Oxidation unterliegt, und bezeichnete ihn als einen menschenfreundlichen, lebendigen Stein.

Und tatsächlich, er ist ein ganz besonderer „Stein".

Er begeistert mit einer unzähligen Menge an Farben und Schattierungen sowie Einschlüssen wie Insekten, Tausendfüßlern, Amphibien, Pflanzenresten, Sandkörnern, Spinnentieren. Manchmal kann das auch ein Wassertropfen oder eine Luftblase sein.

Unter den zahlreichen wunderbaren und interessanten Einschlüssen in Bernstein haben wir in Danzig einen ganz besonderen: die „Gierlowska-Eidechse“. Dieses Exemplar kann man in der Sammlung des Bernsteinmuseums bewundern.

Heute ist der Bernstein vor allem der „Held” der Juwelierkunst. Deswegen freuen sich zahlreiche Danziger Geschäfte, die Schmuck aus baltischem Bernstein bieten, über das große Interesse. Da Danzig der Sitz (und als Stadt zugleich auch die Gründerin) der Internationalen Bernsteinvereinigung ist, kann man dort problemlos zertifizierte Verkaufsstellen finden. Sehr beliebt ist auch die Modenschau „Gala Amber Look” anlässlich der Internationalen Bernsteinmesse Amberif.