Die Danziger Route der Gotik

Der gotische Stil in Kunst und Architektur entstand im zwölften Jahrhundert in Frankreich als direkter Nachfolger des romanischen Stils. Dank neuer Konstruktionslösungen war es möglich, über die bisher angewandten Bauprinzipien hinauszugehen und neue Baukörper zu gestalten. Nach der Zeit der schweren romanischen Bauwerke war nun die Zeit gekommen für emporstrebende und schlanke gotische Bauten.

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4. Krantor (Nationales Maritimes Museum in Danzig) / Szeroka-Straße 67/68 (5/12)
Kran (Nationales Maritimes Museum in Danzig)
Kran (Nationales Maritimes Museum in Danzig)
Danziger Touristischen Organisation

Der Kran, der auch unter dem Namen Krantor bekannt ist, ist der größte mittelalterliche Hafenkran in Europa, dessen Körper stolz die Lange Küste dominiert.
Der aus dem 15. Jahrhundert stammende Kran hatte zwei Funktionen: Er war das Tor, das die Szeroka-Straße von der Mottlau-Seite schloss, und erfüllte die Funktion eines Hafenkrans. Das Gebäude war zunächst 28 m lang (derzeit 30 m) und 10 m breit. Die Dicke der Wände im Bodenbereich der Türme erreichte 4 m.
Wenn wir uns die östliche Fassade (von der Seite der Mottlau) ansehen, können wir zwei halbkreisförmige Türme sehen, zwischen denen sich ein großes hölzernes Erkerfenster befindet, das auf zwei Säulen ruht - in ihm sind Kranvorrichtungen versteckt. Der Kran verfügte über zwei Paar Holzheberäder, die von 4 Arbeitern (meist Gefangenen) in Bewegung gesetzt wurden. Mithilfe der unteren - von außen sichtbaren - Räder konnte das Gewicht auf eine Höhe von 11 m angehoben werden, mithilfe der oberen auf eine Höhe von ca. 27 m, wobei jedes Radpaar eine Tragfähigkeit bis zu 2 Tonnen hatte, was hieß, dass auf einer Höhe von 11 m und bei Nutzung der unteren und oberen Räder die Hubkapazität bis zu 4 Tonnen betragen konnte!

In der Mitte des 19. Jahrhunderts nahm die Bedeutung des Krans für den Hafen von Danzig deutlich ab. Zurzeit ist das Tor Teil des Nationalen Maritimes Museum, das den Besuchern das Objekt zugänglich macht. In seinen Innenräumen können sie den rekonstruierten Kranmechanismus betrachten und die Ausstellung besuchen, die dem Leben und der Arbeit im ehemaligen Hafen von Danzig gewidmet ist.

Praktische Informationen:
Öffnungszeiten des Krans:
1. Januar - 15. Januar
Dien.-Son.: 10.00-15.00
16. Januar - 29. Januar
Mon.-Son.: 10.00-16.00
30. Januar - 28. April
Dien.-Son.: 10.00-16.00
29. April - 7. Mai
Mon.-Son. 10.00-18.00
8. Mai - 30. Juni
Dien.-Son.: 10.00-16.00
1. Juli - 31. August
Mon.-Son.: 10.00-18.00
1. September - 30. November
Dien.-Son.: 10.00-16.00
1. Dezember - 31. Dezember
Dien.-Son.: 10.00-15.00
Mehr: www.nmm.pl
Besichtigung nur mit Eintrittskarte


ÜBERGANG ZU PUNKT 5:
Das Krantor ist nur während der Öffnungszeit des Museums für Fußgänger zugänglich. Nachdem Sie das Tor durchschritten haben, biegen Sie nach links in die Grobla-Straße ein. Wenn das Tor geschlossen ist, gehen Sie zurück und durchqueren Sie das Tor des heiligen Geistes (die Passage ist zwischen den Schirmen des Restaurants versteckt), und marschieren Sie dann entlang der Sw. Ducha-Straße. In beiden Fällen sollte das riesige Backsteingebäude der Basilika, das über den Mietshäusern und der barocken Königskapelle thront, schon von weitem sichtbar sein. Der Haupteingang (gleichzeitig der einzige, der den Besuchern zur Verfügung steht) befindet sich auf der Höhe des Turms der Basilika - der einfachste Weg dorthin ist die Durchquerung eines schmalen Durchganges auf der rechten Seite des Parkplatzes.


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