Den Ruhm tragen


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Den Ruhm tragen (1/1)
Kran
Kran
Danziger Touristischen Organisation


In diesem Jahr wurde im Danziger Hafen eine wichtige Investition beendet, die die Effektivität der Umladungen erhöhte.
Das ist heute eines der Symbole von Danzig - das Krantor.

Eines der ältesten Wassertore in Danzig. Dieses Wassertor liegt direkt an Mottlau und schließt bis heute die Breitgasse vom Osten ab.
Schon in den 60er Jahren des 14. Jahrhunderts findet sich die erste Anmerkung über eine Holzkonstruktion, die die Straße von der Flussseite abschließt. Als im Jahr 1442 ein Feuer die Konstruktion zerstörte, beschloss die Stadtverwaltung, das Tor neu aufzubauen, aber nun als ein gemauertes Bauwerk. Alle großen Investition mussten damals durch die Ritter des Deutschen Ordens genehmigt werden, da Danzig damals Teil des Deutschordenslands war. Und den preußischen Herren gefiel die Idee eines Wehrtors nicht. Sie forderten, dass das Bauwerk ausschließlich zu Umladezwecken dienen sollte. Die Danziger haben Geld gesammelt und begonnen, das Bauwerk zu errichten, und schon nach zwei Jahren war es fertig. Eben im Jahr 1444...

Heute können wir das nach den Kriegszerstörungen hervorragend rekonstruierte Bauwerk bewundern. Es ist eine der Abteilungen des Nationalen Maritimen Museums.
Eine Attraktion des Krantors sind mit Sicherheit die Treträder, die einst als Antrieb des Krans dienten. Zuerst war das ein Paar, danach wurde ein zweites Paar hinzugefügt. Die unteren Räder, die man im Durchgang des Tors sieht, dienten zum Umladen der Waren auf die Höhe von 11 Meter. Das obere Radpaar wurde auch zum Aufstellen der Masten auf den Schiffen verwendet und konnte Lasten bis auf 30 Meter heben. Der Kran konnte Lasten von insgesamt 2 Tonnen heben. Erzählungen über Sklaven, die in den Treträdern liefen, entsprachen nicht der Wahrheit. Es waren Hafenarbeiter, die zwar schlecht, aber immerhin entlohnt wurden. Wahrscheinlich waren sie in jedem Rad zu viert. Sie wurden durch den Kranmeister kontrolliert, der von der Stadt bezahlt wurde. Zu seinen Pflichten gehörten unter anderem die Auszahlungen für die "Radtreter".
Um mehr zu erfahren, sollte man unbedingt das Museum besuchen.