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Die Freiheits-Route

Bis heute kann man an vielen Orten von Danzig Spuren des Sozialismus entdecken. Für viele ist das Andenken an die Zeiten ihrer Jugend. Die Zeiten der PRL (Volksrepublik Polen) erwecken bei vieler Nostalgie, wer könnte schon Tonbänder, Bleistiftspitzer mit einem Rasierklingen-Mechanismus oder türkische Jeans-Jacken (sg. katany) vergessen? Jedoch bedeutete PRL auch Lebensmittelmarken, keine Produkte in den Regalen, gesellschaftliche Streiks, Kriegsrecht und Solidarität.

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Die Danziger Werft (2/12)

Tor nummer 2
Tor nummer 2
Fot. Bartłomiej Barski

Das Gelände der Danziger Werft und die Orte, die sich in diesem Gebiet befinden, sind ein wichtiger Bestandteil der Geschichte von Polen in Zeiten der PRL und der Ereignisse des Dezembers 1970, als der brutal unterdrückte Streik der Arbeiter begann, der durch den Anstieg der Nahrungsmittelpreise verursacht wurde, und der Ereignisse vom August 1980, als zahlreiche Streiks ausbrachen und an dieser Stelle die Solidarität geboren wurde. All das war die Keimzelle der Veränderungen – Veränderungen, die den Zusammenbruch des sozialistischen Systems in Polen und im gesamten Einflussbereich der UdSSR führten.
Ein besonders wichtiges Element dieses Raumes sind Orte wir der BHP-Saal, in dem sich die Besucher die Ausstellung „Solidarność – Wege zur Einigung“ ansehen können, die die Geschichte der Solidarność und die Idee des Kampfes um Rechtsstaatlichkeit, Gleichheit, würdige Arbeitsbedingungen und das Versammlungsrecht zur Verteidigung eigener Rechte darstellen. Dies ist auch ein außergewöhnlicher Ort wegen der dort geführten Gespräche der kommunistischen Machthaber mit den streikenden. Hier wurde das Abkommen September 80' unterzeichnet. Jetzt erfüllt das Museum die Funktion einer Gedenkstätte und eines Konferenz- und Ausstellungszentrums. Der nächste wichtige Punkt auf dem Werft-Gelände ist das Denkmal der gefallenen Werftarbeiter, das im Dezember 1980 zum Gedenken an die im Jahre 1970 gefallenen Werftarbeiter enthüllt wurde. Das Denkmal befindet sich am ehemaligen Einfahrtstor zur Werft - dem Tor Nr. 2, das Zeuge der Ereignisse im Jahr 1980 war. Das Tor wurde zum Symbol der Streiks, weil sich genau hier die Menschenmassen versammelt haben, um ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck zu bringen. Darüber hinaus beherbergt das Gebäude die Werkstatt von Lech Wałęsa, und wenn man in der Gegend spazieren geht, kann man die Mauer nicht übersehen, über die Wałęsa während der Ereignisse des Jahres 1980 gesprungen ist.


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