Route der gotischen Kirchen

Nach der Zeit der schweren romanischen Bauwerke war nun die Zeit gekommen für emporstrebende und schlanke gotische Bauten. Diese Architekturrevolution ist auf die Erfindung des Stützpfeilersystems zurückzuführen. Das Gewicht der Struktur wurde von den Wänden des Gebäudes auf die Pfeiler innerhalb des Gebäudes und die Stützpfeiler nach außen übertragen (seltener im Inneren der Gebäudes)

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Einführung (1/10)

Der gotische Stil in Kunst und Architektur entstand im zwölften Jahrhundert in Frankreich als direkter Nachfolger des romanischen Stils. Dank neuer Konstruktionslösungen war es möglich, über die bisher angewandten Bauprinzipien hinauszugehen und neue Baukörper zu gestalten. Nach der Zeit der schweren romanischen Bauwerke war nun die Zeit gekommen für emporstrebende und schlanke gotische Bauten. Diese Architekturrevolution ist auf die Erfindung des Stützpfeilersystems zurückzuführen. Das Gewicht der Struktur wurde von den Wänden des Gebäudes auf die Pfeiler innerhalb des Gebäudes und die Stützpfeiler nach außen übertragen (seltener im Inneren der Gebäudes). Dadurch war es möglich, nicht nur viel höhere Gebäude zu errichten, sondern diese dank größerer Fensterflächen auch viel besser zu beleuchten. Der gotische Stil erfuhr im Laufe der Zeit wesentliche Änderungen, sodass drei Perioden unterschieden werden können: Früh-, Hoch- und Spätgotik, die auch als Flamboyant-Stil bezeichnet wird, weil in dieser Zeit die Gebäude am meisten emporstrebten.

Wodurch zeichnen sich also die Objekte der gotischen Architektur aus? Die folgenden Merkmale sind für den gotischen Stil charakteristisch:
- die Gebäude wurden meist auf einem kreuzförmigen Grundriss errichtet;
- Kreuzrippengewölbe wurden oft verwendet;
- die Kirchen wurden hauptsächlich im Basilika- (das Hauptschiff ist höher als die Seitenschiffe) und Halle-System (alle Schiffe haben die gleiche Höhe) errichtet;
- ein spezifisches Skelettbausystem ist leicht zu bemerken: von außen basiert das Gebäude auf Strebepfeilern und im Inneren können wir Bögen und Säulen sehen;
- Verwendung von scharfen (gebrochenen) Bögen an Fenstern, Portalen und anderen architektonischen Elementen;
- hohe, schlanke Fenster, die oft mit Buntglas verziert wurden.

Es ist erwähnenswert, dass, obwohl die gotische Zeit oft als "Kathedralenzeit" bezeichnet wird, in dieser Zeit auch eine bedeutende Entwicklung der weltlichen Architektur und der Verteidigungsarchitektur stattfand - es wurden Rathäuser, Tuchhallen, Mietshäuser, Stadtmauern, Türme, Burgen, Mühlen, Getreidespeicher und andere Objekte gebaut.

Die Gotik kam aus Frankreich und verbreitete sich schnell nach England und Deutschland, im 13. Jahrhundert kam sie durch den Zisterzienserorden auch in Polen an. In Pommern gibt es zahlreiche Beispiele des gotischen Erbes, das durch die Verwendung von rotem Backstein gekennzeichnet ist. Die Entwicklung der Gotik in Danzig und der Region ist dem Deutschen Ritterorden zu verdanken, der hier mit fester Hand im 14. und in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts herrschte. Noch in den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts wurden in Pommern spätgotische Bauten errichtet.
Eine wichtige Rolle in der Geschichte der Danziger Kirchen spielte die Reformation, die in Danzig 1523 begann. Die meisten der örtlichen Kirchen nahmen die Lehren der Protestanten an, was den Prozess der Abschaffung der heutigen Dekorationen der Innenräume in den Kirchen einleitete. Protestantische Kirchen sind berühmt für ihre schlichten Innenräume.

START DER ROUTE Danziger Hauptbahnhof, Podwale Grodzkie-Straße 1

ÜBERGANG ZU PUNKT 1:
Die Kirche befindet sich fast gegenüber dem Bahnhof. Sie müssen die Waly Jagiellonskie-Straße (unterirdischer Tunnel) überqueren, dann diese Straße entlang gehen und das Gebäude des Kinos „Krewetka“ passieren.


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