Und hinter der Tür...


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Und hinter der Tür... (1/1)
Hauptstadt Rathaus
Hauptstadt Rathaus
Danziger Touristischen Organisation

Unter den Danziger Details gibt es auch solche, ohne die man nicht funktionieren kann. Denn wie kann man zum Beispiel in einen Raum oder ein Objekt reinkommen oder diesen Ort wieder verlassen? Dazu brauchen wir natürlich eine Tür. Normalerweise beachten wir sie nicht. Und doch sind sie es wirklich wert. Zumindest manche von ihnen. Denn Gotik bedeutet nicht nur Ziegel. Und in diesem Fall zählen wir zur Gotik in Danzig auch Türen aus dem 16. Jahrhundert, wenn ihre Konstruktion und Form trotz der abweichenden "Mode" immer noch gotisch blieb.

Also dann, wo kann man in Danzig Türen sehen, die den Bürgern bereits vor Jahrhunderten dienten?
Dazu sollte man unbedingt das Rechtstädtische Rathaus besuchen. Heute ist dies eine der Abteilungen des Historischen Museums der Stadt Danzig, in der Vergangenheit war es Mittelpunkt aller wichtigen Ereignisse in der Stadt.

Im Rathaus finden wir eine schwere Tür, die sich in der schweren Mauer des Turm befindet. Sie führt zu einem kleinen Saal genannt Großer Christoph, der einst als Schatzkammer oder Stadtarchiv diente. Heute ist diese Tür schwarz, aber Untersuchungen zeigten, dass sie ursprünglich rot war, danach wurde sie grün gestrichen. Diese beiden Farben waren im Mittelalter sehr beliebt. Wenn wir aber schon gekommen sind, um die Tür zu sehen, gehen wir auch hinein. Das ist eine so bedeutende Attraktion in Danzig, wie wir sie an einem solchen Ort gar nicht erwarten würden.

Eine Tür mit gotischen Ursprung kann man auch im Flur des Rathauses finden. Gleich vor dem Eingang zum Roten Saal, links, behütet sie den Raum, der heute als Garderobe verwendet wird.

Sind das alle gotischen Türen in Danzig? Aber nein. Um die übrigen gut erhaltenen Türen zu sehen, muss man unbedingt das heutige Bernsteinmuseum besuchen, das sich im Verteidigungswerk in der Langen Gasse befindet, wie auch zahlreiche Kirchen. So zum Beispiel die Marienkirche oder die Sankt-Johannis-Kirche.