Und im Stadtviertel...

Das heutige Danzig hat eine Fläche von 262 qkm und 34 Stadtteile. Und wie war das früher?

A
A
Und im Stadtviertel... (1/1)
Karte von Danzig, 1450
Karte von Danzig, 1450
Gedanopedia

Professor Andrzej Januszajtis hat im Großen Buch der Stadt Danzig geschrieben, dass die Altstadt im 13. Jahrhundert das Zentrum der Entwicklung von Danzig war. Im 14. Jahrhundert hat sich dieser Bereich nach Süden verlagert und umfasste die Rechtstadt. Bald darauf wurden die beiden Städte mit Fortifikationen umgeben und so zu einer Einheit verbunden. Das ist die heutige Stadtmitte. Bis zum 17. Jahrhundert gab es bereits 14 Stadtbezirke, danach wurden weitere angeschlossen. Es ist schwer, jeden Stadtbezirk einzeln zu besprechen. Man kann verschiedene Ausarbeitungen dieses Themas finden, z.B. in Gedanopeidia.

Die Altstadt kennen wir schon, denn mit Sicherheit haben wir die Katharinenkirche oder die Brigittenkirche besucht, oder vielleicht im beliebten Einkaufszentrum Madison eingekauft. In der Rechtstadt haben wir mit Sicherheit die monumentale Marienkirche besichtigt und die elegante und sehr flämische Architektur des Rathauses der Rechtstadt bewundert. Und wenn wir so umherwandern, gelangen wir früher oder später ans Wasser. Und das ist nicht die Weichsel. Es ist die Mottlau. Und genau hier befand sich die berühmte Aurea Porta des Landes. Der wichtigste Hafen des Königreichs. Und wo ein Hafen, dann waren auch Speicher. Umschlagplätze, Kontrollpunkte für die Qualität, etc.

Heute ist Neufahrwasser ein Stadtteil, der zum Hafen gehört. Aber das ist heute. Aber wie war das zur Zeit der gotischen Kathedralen?

Gehen wir zur Grünen Brücke. Wir überqueren die Mottlau und begeben uns auf die Speicherinsel. Hier treffen wir Spaziergänger, die an der schön renovierten Milchkannengasse spazieren, wir können eines der zahlreichen Cafés oder Restaurants besuchen. Laufen wir ein Stück die "Promenade" entlang, um die Stadt "vom Flussufer her" zu sehen.

Im Mittelalter befand sich hier der Hafen von Danzig. Und das war das Hafenviertel. Die Speicher.

Das Entladen von importieren Waren, das Beladen für den Export. Qualitätskontrolle. Das alles fand hier auf der Speicherinsel statt, d.h. "auf den Speichern", wie man diesen Stadtteil damals nannte. Zur Insel wurde er erst in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Mit der Rechtstadt war er durch die Koggenbrücke (heute Grüne Brücke) und die Kuhbrücke verbunden. Richtung Osten (schon nach dem Bau des Neuen Wassergrabens) wurde die Milchkannenbrücke errichtet. Heute ist dieses Stadtviertel Ausflugsziel der meisten Touristen. Aber auch heutzutage gibt es hier einen regen Handel - einen regen Handel mit dem Panorama von Danzig "vom Flussufer her".