Święto Wolności i Solidarności
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Echse im Bernstein

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Gierłowska Echse
Gierłowska Echse
Fot. www.gdansk.pl

Vor langer, sehr langer Zeit, im Eozän, vor etwa 40 Millionen Jahren. Das mythische Land Fennoskandia (jetzt Skandinavien) und der üppige, rauschende, subtropische Wald voller Kiefern, die reich an Harz waren. Wie haben die Geschöpfe, die damals dort lebten, ausgesehen? Nicht alle sind ausgestorben. Manche, gefangen in einem Tropfen aus Harz, sind in die Geschichte eingegangen und haben bis heute überdauert. Die wissenschaftliche Bezeichnung dafür lautet: Inklusionen im Bernstein.  Die am häufigsten vorhandenen Inklusionen sind Insekten, die nicht größer als 1 cm sind. Denn für sie war es eben am schwersten, sich aus der Harzfalle zu befreien.  Größere Inklusionen sind sehr selten. Eine davon ist die „Eidechse von Gierłowska“ - ein Unikat, das nach der Bernsteinsammlerin benannt wurde, die diese Entdeckung gemacht hat - Gabriela Gierłowska. Inklusionen mit Eidechsen gibt es weltweit nur sehr wenig. Dieses Unikat aus der Sammlung des Bernsteinmuseums (Kauf finanziert durch die Leopold-Kronenberg-Bankstiftung) ist der erste Fund in Polen, in Danzig, und zugleich der zweite weltweit.

Brnsteinmuseum

Brnsteinmuseum
Brnsteinmuseum
Fot. Gdańska Organizacja Turystyczna

Nicht nur das gehört zu den interessanten Exemplaren des Historischen Museums der Stadt Danzig. Das Bernsteinmuseum im Stadttorkomplex an der Langgasse, den beliebten Danziger Barbakanen, führt die Tradition der Vorkriegszeit fort und knüpft an die Danziger Sammlung der Inklusionen, die sich im Grünen Tor befand und während des Zweiten Weltkriegs verschwand, an.  Das neueste einzigartige Ausstellungsstück der Natursammlung (Kauf finanziert durch Leopold-Kronenberg-Bankstiftung) ist die zweite weltweit bekannte Inklusion einer Walzenspinne im Bernstein (heute findet man diese Verwandten der Spinnen in den Tropen, sie können mit einer Geschwindigkeit von bis zu 15 km/h laufen und bis zu einen Meter hoch springen).  In den Sammlungen der Museen findet man weltweit kein zweites solches Exemplar. Auf dem Gelände des Museums kann man die Geschichte der Entstehung des „Goldes des Nordens“, der Inklusionen und die heilenden Eigenschaften des Bernsteins kennenlernen, bei der Bearbeitung des Bernsteins zuschauen und die schönsten Sammlungen, darunter auch die wertvollsten von allen - die Sammlungen von Georg Laue, die in Danzig im 16. und 18. Jahrhundert entstanden sind, bewundern.