Święto Wolności i Solidarności
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Fort Carré

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Fort Carré
Fort Carré
Fot. Gdańska Organizacja Turystyczna

Ein typisches Festungsgebäude des 16. Jahrhunderts.  Aus dem Französischen: Carré - Quadrat.  Die Festung mit vier Bastionen wurde von dem bekannten flämischen Festungsbauer Anthonis van Obbergen geplant, der für Danzig gearbeitet hat.  Das Bauwerk wurde in Übereinstimmung mit den Bauregeln von neuitalienischen Befestigungen errichtet, sollte den Turm am Eingang zum Danziger Hafen schützen (der Grundstein der später errichteten majestätischen Festung Weichselmünde zum Schutz der Stadt von der Wasserseite) und wurde lediglich mit einer dreistöckigen Mauer umgeben. Die Backsteinmauern des Forts wurden an den Ecken mit Quadersteinen, Kasematten und Geschützstellungen verstärkt. Es ist von einem Wassergraben umgeben und die Einfahrt wird von einem Tor geschützt mit einer ehemals funktionierenden Zugbrücke. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts hat man rund um die Festung die Ostschanze mit fünf Bastionen errichtet, die ebenfalls von einem Wassergraben umgeben ist. Die Danziger Festungsbauer haben über die Sicherheit der Siedlung gewacht. Heute stellt die bedrohliche Festung Weichselmünde an der Toten Weichsel eine enorme Attraktion nicht nur für die Liebhaber von Militaria dar. Ab und zu finden hier Kämpfe wie zu alten Zeiten statt...

Festung Weichselmünde

Festung Weichselmünde
Festung Weichselmünde
Fot. Gdańska Organizacja Turystyczna

Der Name Weichselmünde stammt aus den Zeiten, in denen sich die Mündung der Weichsel unmittelbar auf der Westseite der Festung befand. Der alte Hafen von Danzig befand sich an der Mottlau, nur wenige Kilometer von der Küste entfernt. Die Weichselmünde stellte also einen militärisch-strategischen Bereich dar und vielleicht deshalb befand sich hier bereits während der Herrschaft der Herzöge von Pommern ein Wachposten. Es ist bekannt, dass hier in der Mitte des 14. Jahrhunderts ein Holzgebäude stand. Ende des 15. Jahrhunderts errichtete man einen gemauerten, zylindrischen Turm, der gleichzeitig als Leuchtturm diente. Das Nacht für Nacht auf der Spitze brennende Feuer zeigte den Schiffen den Weg in den Hafen. Der Turm wurde im Verlauf der Jahrhunderte durch weitere Befestigungen verstärkt, mit Wassergräben umgeben, mehrmals entsprechend der Entwicklung der Kriegskunst modernisiert und stellte ein strategisches Element des ausgebauten Verteidigungssystems von Danzig dar. Von hier startete im Jahre 1627 die polnische Flotte zur siegreichen Schlacht gegen Schweden bei Oliwa. Der Turm verlor seine militärische Bedeutung im Lauf der Entmilitarisierung der Stadt Danzig nach dem Ersten Weltkrieg.
Heute stellt der Turm eine unschätzbare Erinnerung an die Geschichte Polens dar, ist eine der Abteilungen des Historischen Museums der Stadt Danzig und eine bedeutende touristische Attraktion. Er hat sogar seinen eigenen ... Geist! Der Geist des tapferen königlichen Hans Kizero, Kommandant der polnischen Einheit für den Einsatz auf See, Kapitän des Pinaßschiffes „Gelber Löwe“, hat sogar sein eigenes... Blog!