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Krantor

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Krantor
Krantor
Fot. Gdańska Organizacja Turystyczna

Ein dickes Seil aus Hanf, ein System aus Blöcken und zwei hölzerne Drehkreuze, die von... laufenden Arbeitern bewegt werden.  Der Mechanismus des mittelalterlichen Krantores, das bis zu 4 Tonnen auf eine Höhe von bis zu 11 Metern heben konnte, diente auch zum Aufstellen von Masten. Das an der Mottlau gelegene markanteste Denkmal von Danzig ist der größte mittelalterliche Hafenkran Europas und zugleich ein befestigtes Tor am Wasser mit zwei mächtigen Türmen aus Ziegeln, die einst die Stadt von der Seite des Hafens schützte. Das majestätische Krantor ist heute, als ein hervorragendes Beispiel für ein historisches Hafengebäude, ein Zeuge der Macht der Hansestadt Danzig, die auch als Kornkammer Europas bezeichnet wurde, ein hervorragender Ort für das Schifffahrtsmuseum, zu dessen Gebäuden auch die historischen Getreidespeicher auf der anderen Seite der Mottlau, auf der Bleihofinsel, gehören.

Das Nationale Schifffahrtsmuzeum

Das Nationale Schifffahrtsmuzeum
Das Nationale Schifffahrtsmuzeum
Fot. Gdańska Organizacja Turystyczna

Die Bleihofinsel neben der Speicherinsel stellte während seiner Blütezeit einen wichtigen Teil des historischen Hafens dar. Hier befanden sich sieben Getreidespeicher. Die Kornspeicher „Panna”, „Miedź” und „Oliwski” sowie die neu gebauten „Mała” und „Duża Dąbrowa” beherbergen heute den Sitz und die Ausstellungsräume des Schifffahrtsmuseums, das als eines der schönsten Museen dieser Art in Europa gilt.
In den Ausstellungshallen wird u.a. gezeigt: Navigation im Hafen, Verladen von Waren, Handelskontor und ein bürgerliches Wohnzimmer sowie handwerkliche Werkstätten: des Segelmachers, Schiffzimmerers und Seilmachers. Die historischen Mauern beherbergen auch die einzige Dauerausstellung maritimer Malerei in Polen, die Ausstellung zur Geschichte des Tauchens und die interessantesten archäologischen Stätten in Polen und in der Welt: Tauchausrüstung, wie Anzüge, Tauchgeräte und diverse Tauchglocken, die man zur Erforschung des Meeresgrundes benutzte. Zu den weltweit berühmtesten archäologischen Stätten, die in der Ausstellung präsentiert werden, gehören die Schiffswracks aus der Zeit von Homer, die an der türkischen Küste gefunden wurden. Die Abteilung der Unterwasserarchäologie in Polen zeigt eine der größten Erfolge des Forscherteams des Schifffahrtsmuseums - die Bergung des Handelsschiffes „Miedziowiec“ aus dem 15. Jahrhundert, die Erforschung des schwedischen Kriegsschiffes „Solena“ aus dem 17. Jahrhundert und des englischen Wracks aus dem 18. Jahrhundert - „General Carlton of Withby”. Die jüngste Abteilung des Museums, das neben dem Krantor befindliche Zentrum für Meereskultur, ist die einzige in Polen und eine der modernsten Bildungseinrichtungen in Europa, die auf interaktive und multimediale Art das Thema Meer präsentiert (60 interaktive Stellen zur Darstellung von Schiffsbau, Navigation, maritimer Technologien und Leben auf dem Meer sowie Unterwasserarchäologie). Die Besichtigung dieser Ausstellung ist eine aufregende Begegnung mit der Wissenschaft.